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Israel
Für heute, Sonntag, hat eine Gruppe Angehöriger von Geiseln und gefallener Soldaten zu einem landesweiten Streik gegen die Regierung aufgerufen. Es sei jetzt genug, sagen sie, der Kampf gegen die Hamas müsse beendet und die Geiseln müssten jetzt freigelassen werden.
Wie sie sich das vorstellen, bleibt mir (wie vielen anderen auch) ein Rätsel. Klar ist jedenfalls, dass ein solcher Streik die Verhandlungsposition der Hamas (so es denn eine solche überhaupt gibt) verschärfen wird, denn dadurch sieht sie sich bestärkt.
Auf der anderen Seite kommt Netanjahu unter Druck von rechts: Bezalel Smotrich (und wohl auch Ben Gvir) drohen damit, die Koalition zu verlassen, wenn jetzt nicht endlich dezidiert gegen die Hamas vorgegangen wird. Der Krieg könnte schon lange beendet sein, sagt Smotrich, wenn die IDF (und die Regierung) bislang nicht so zögerlich vorgegangen wäre.
Ich würde dazu sagen: Es ist gut möglich, dass er damit recht hat. Die Regierung tut Vieles, das ich nicht verstehe und kaum nachvollziehen kann. Allerdings kenne ich die Gründe für dieses zögerliche Vorgehen nicht.
Gaza City ist inzwischen das Hauptnest der dschihadistischen Kaempfer, so viel wissen wir. Warum wird es nicht umzingelt und hermetisch abgeriegelt? Wer die Stadt verlassen will, der soll in eine der „gesäuberten“ Gegenden ziehen, wobei er Kontrollposten passieren muss. Dort würde er mit allen Hilfslieferungen (vor allem, doch nicht zwingend ausschließlich, durch die GHF) bedient, doch Gaza City würde ansonsten ausgehungert.
Doch wie gesagt: Ich sitze nicht im Kriegskabinett und verfüge nicht über die Informationen, die sie dort haben. Ich muss davon ausgehen, dass sie wissen, was sie tun und weshalb.
Itamar Ben Gvir hat sich zum neuen Gaza-Plan bislang noch nicht direkt geäußert, doch er geht noch einen Schritt weiter: Die Regierung müsse jetzt Schritte unternehmen, die P.A. (von Mahmoud Abbas) zu demontieren. Seit Langem finanziere und unterstütze diese palästinensischen Terror gegen Israelis und gehe auf internationalen Bühnen (vertragswidrig: Oslo-Verträge) gegen Israel vor. Dem müsse jetzt ein Ende gesetzt werden.
Die stellvertretende israelische Außenministerin Sharren Haskel äußert sich scharf gegen jene Länder, die sich jetzt gegen Israel stellen. Besonders ins Visier nimmt sie dabei Frankreich, welches diesbezüglich eine führende Rolle einnimmt.
Sie adressiert auch Deutschland: „Dies ist weder das erste Mal, dass Deutschland arabische Interessen über jüdische Interessen stellt, noch ist es der erste Konflikt, der auf diese Weise geführt wird.“
Diese Länder dürfen mit ihrer israelfeindlichen Politik nicht ungeschoren davonkommen, irgendeine Reaktion müsse erfolgen. Zum Beispiel könnten ihre Konsulate geschlossen werden, sagt sie.
Israel könne sich jedenfalls schlicht nicht erlauben, den Krieg in Gaza jetzt zu beenden und die Hamas am Ruder zu lassen, sagt sie.
Ein neuer Bericht über den 7. Oktober belastet die damalige Armee- und Geheimdienst-Führung. Der Inlandgeheimdienst (Shin Bet) hat übrigens jeden Kontakt mit der Untersuchungskommission abgebrochen.
Verteidigungsminister Israel Katz:
„Die Flüchtlingslager in Nord-Samaria – Dschenin, Tulkarm und Nur a-Schams – waren terroristische Brutstätten, die mit iranischer Finanzierung, Bewaffnung und Anleitung als weitere Front gegen Israel errichtet wurden. Von dort aus gingen die Angriffe in ganz Judäa und Samaria aus.
Nach meinen Feldbesuchen und Treffen mit Kommandeuren und Soldaten habe ich die israelischen Streitkräfte angewiesen, ihre Politik zu ändern.
Die israelischen Streitkräfte starteten daraufhin einen heftigen Angriff auf die Flüchtlingslager. Die Bewohner wurden evakuiert, die Terroristen eliminiert, die terroristische Infrastruktur zerschlagen und zerstört. Die israelischen Streitkräfte blieben zu diesem Zeitpunkt gemäß meinen Anweisungen mindestens bis zum Jahresende in den Lagern.
Heute gibt es in den Lagern keinen Terrorismus mehr, und die Zahl der Terrorwarnungen in Judäa und Samaria ist um 80% zurückgegangen. Dies ist das richtige Modell zur Terrorismusbekämpfung – ihn in Judäa und Samaria, im Gazastreifen und überall sonst anzugreifen und zu verfolgen.“
Kapos: Juden und Israelis sind für die jüdische Nation gefährlicher als nichtjüdische Judenhasser!

Ragavim
Die PA bezeichnet den Besuch von Sprecher Mike Johnson in der Höhle der Patriarchen als „Verbrechen“ und „gefährliche Provokation“.
Ihre Botschaft? Keine Juden in Hebron. Keine Juden in Judäa. Überhaupt keine Juden.
Zweifellos wird dieser Besuch in die UNCHA-Datenbank zur „Siedlergewalt“ aufgenommen, die in unserem aktuellen Bericht „Falsche Flaggen, wahre Absichten“ entlarvt wurde.
Das ist kein Randhass – es ist offizielle PA-Politik, übernommen und gefördert von den Vereinten Nationen – durch UNRWA, UNESCO, OCHA und eine Vielzahl feindseliger Organisationen, die von ahnungslosen Steuerzahlern weltweit finanziert werden.
Dies ist das Regime, das Frankreich, England, Irland und andere im September anerkennen wollen.
Aber: Ein Staat ohne Juden ist kein Frieden. Es ist Apartheid.
Gaza
Die israelische Journalistin Natali Dadon hat übers Wochenende Gaza besucht und kritisiert danach die UNO scharf: Israel tue alles, die Gazaner mit Hilfsgütern zu beliefern, doch die UNO lasse die Lieferungen einfach in der Sonne verrotten.
Der Gazastreifen wird derzeit mit einer Fülle von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern versorgt:
- etwa 200 Lastwagen pro Tag,
- etwa 100 Luftabwürfe pro Tag,
- etwa 1.5 Millionen Mahlzeiten pro Tag über den amerikanischen Hilfsfonds GHF.
Griechenland und Italien haben sich angeschlossen: Erstmals mit ihrer Koordination wurden gestern 106 Hilfspakete von insgesamt sechs Ländern im gesamten Gazastreifen abgeworfen.
Dies für 2 Millionen Bewohner.
Nur so zum Vergleich: Wie viele solche Hilfspakete wurden über Jemen abgeworfen, als dort eine halbe Million Kinder mit dem Hungertod bedroht waren und geschätzt 100’000 daran gestorben sind?
Kennen wir solche Bilder aus Jemen, Kongo, Afghanistan, Syrien, Sudan, Somalia, Äthiopien, Haiti? Aber aus Gaza, da werden uns gefälschte Bilder täglich unter die Nase gerieben!
Laut gazanischen Kanälen wurde gestern im Zentrum des Gazastreifens ein Junge aus Gaza von einem aus der Luft abgeworfenen Pallett mit Hilfsgütern getötet.
Ein völlig ausgezehrter Händler aus Gaza kündigt ein Sonderangebot an:
„Zucker für nur 40 Schekel pro Kilo!„
Dies, nachdem er ihn geplündert hatte: Der Zucker war als kostenlose Hilfslieferung auf UN-Lastwagen angeliefert worden.
Obwohl der Gazastreifen täglich mit Hilfsgütern und Nahrungsmitteln überflutet wird, setzt das palästinensische Gesundheitsministerium in Gaza seine Kampagne fort und behauptet: „In den letzten 24 Stunden sind im Gazastreifen fünf Menschen an Hunger gestorben“
Ich hoffe, dass das eine Lüge ist und es nicht bedeutet, dass jetzt nur noch 15 Geiseln am Leben sind!
Mitglieder der Sahem-Einheit der Hamas demonstrierten gestern in der Al-Jalaa-Straße in Gaza-Stadt ihre Macht.
Sie verkündeten der Bevölkerung mit einer militanten Botschaft, dass sie kein Chaos zulassen würden.
Sie schossen in die Luft und setzten ein Fahrzeug in Brand, das angeblich „Hilfsdieben“ gehörte.
Es besteht kein Zweifel, dass sich die Hamas heute stärker fühlt als noch vor drei Wochen.
Danke Frankreich, Großbritannien, Kanada, Irland, der UNO: Ihr macht einen tollen Job!
Dem obigen Bericht zufolge erhalten die Mitglieder der Sahem-Einheit der Hamas Lob von der lokalen Bevölkerung.
Mad Max in Gaza
In vergitterten Fahrerkabinen versuchen die LKW-Fahrer, ihre Hilfslieferungen – unter Lebensgefahr – an ihre Bestimmungsorte zu fahren.
Libanon
Der maronitische Patriarch Bechara al-Rahi traf heute Morgen zu einem Besuch im christlichen Dorf Debel im Südlibanon (unweit der Grenze zu Israel) ein.
Al-Rahi wurde mit Jubel und Blumen empfangen und rief aus dem Südlibanon: „Nein zum Krieg, ja zum Frieden!„
Iran
Im Iran wird eine Namensliste veröffentlicht mit all jenen, die ermordet werden sollen.

Die iranischen Behörden bereiten sich aufgrund von Wasser- und Stromknappheit auf eine Ausgangssperre vor.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian erklärte gestern, es herrsche ein erheblicher Wasser- und Strommangel, und die Regierung wolle ein großes Kraftwerk errichten, um den Bedarf zu decken.
Derzeit bleibe jedoch keine andere Wahl, als aufgrund der Wasser- und Stromknappheit eine Ausgangssperre zu verhängen.
Ziel der Ausgangssperre sei es, den Strom- und Wasserverbrauch in öffentlichen Einrichtungen (z. B. in Regierungsgebäuden und verschiedenen Unternehmen) zu reduzieren.
Ein iranisches Kraftwerk mit einigen der größten Energieressourcen der Welt steht aufgrund von Stromknappheit vor einer Ausgangssperre…

Weitere Bemerkungen des iranischen Präsidenten von gestern:
„Die Tatsache, dass die zionistischen Gefangenen [die Geiseln] in Gaza noch am Leben sind, ist ein Beweis für die Menschlichkeit der Palästinenser. Sie teilen ihr Essen mit ihnen.“
Ali Akbar Velayati, ein hochrangiger Berater des iranischen Obersten Führers: „Die USA und Israel glauben, sie könnten einen weiteren al-Julani im Libanon stationieren, aber das wird nicht passieren.“
Libanesisches Außenministerium: „Wir erinnern die Führung in Teheran daran, dass es für den Iran sinnvoller wäre, sich auf die Probleme seiner Bevölkerung zu konzentrieren und der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und Wünsche Priorität einzuräumen, anstatt sich in Angelegenheiten einzumischen, die ihn nichts angehen.“
Laut The Telegraph, der sich auf iranische Beamte und interne Listen beruft, haben die iranischen Behörden die überlebenden Atomspezialisten in sichere Gebiete gebracht, nachdem Israel mehr als 30 führende Wissenschaftler auf diesem Gebiet eliminiert hatte.
Viele von ihnen leben nicht mehr an ihren früheren Adressen und lehren nicht an Universitäten. Stattdessen wurden sie und ihre Familien in Privatwohnungen in sicheren Zonen untergebracht, unter anderem im Norden des Landes, nahe der Küste.
Die Journalisten der Zeitung konnten die Namen von mehr als 15 Spezialisten aus einer Liste von etwa hundert Personen in Erfahrung bringen, die sich Quellen zufolge im Besitz Israels befindet.
Nach Angaben des israelischen Geheimdienstes stehen diese Wissenschaftler vor der Wahl: Entweder sie arbeiten weiter im Atomprogramm und riskieren damit, das Schicksal ihrer Kollegen zu teilen, oder sie wechseln ihr Tätigkeitsfeld.
Nahost

Damanhur, Ägypten:
Stellen Sie sich vor, Hitler würde wieder auferstehen und feststellen, dass seine Hauptunterstützer die Araber sind, die ihn zu einer Modemarke gemacht haben.
Syrien – Ein sunnitischer (!) Einwohner von Homs beschreibt die Situation in der Stadt.
- In Homs gibt es keinen Staat.
- Die Soldaten der sogenannten „Allgemeinen Sicherheit“ sind höchstens 17 oder 18 Jahre alt und tragen Waffen.
- Sie behandeln Frauen ohne Niqab mit Verachtung, obwohl die meisten Frauen in Homs keinen Niqab tragen.
- Sie brechen in alawitische Viertel ein, töten, entführen, stehlen und bringen die Frauen nach Idlib und Deir ez-Zor.
- Wir haben keine Ahnung, was für Leute Waffen tragen. Manche gehören den Stämmen an, andere der Allgemeinen Sicherheit.
- Immobilienverkäufe sind aufgrund mangelnden Vertrauens in die Kompetenz der für die Durchführung der Transaktionen Verantwortlichen fast zum Erliegen gekommen.
- Die einzigen Alawiten in Homs sind die Armen. Der Rest hat Syrien bereits verlassen.
International
In einem verzweifelten letzten Anlauf versuchen die USA, doch noch ein Abkommen mit der Hamas zu einem Ende des Krieges abzuschließen. Der Vorschlag beinhaltet:
- einen vollständigen Rückzug Israels aus dem Gazastreifen,
- die Freilassung aller Geiseln,
- die Entwaffnung terroristischer Organisationen,
- die Ausweisung hochrangiger Hamas-Funktionäre ins Ausland
- und die Errichtung einer professionellen Regierung unter der Aufsicht einer Polizeitruppe
Israel glaubt nicht daran, dass die Hamas einem solchen Abkommen jemals zustimmen wird. Solche Ideen seien verlorene Energie und Zeit.

Der hochrangige Hamas-Vertreter Osama Hamdan sagte daraufhin heute Morgen:
„Die Bemühungen der Vermittler dauern an. Wir haben keine aktuellen Informationen zu den Verhandlungen über einen Waffenstillstand erhalten„.
Unser grundlegendes Ziel ist es, den Krieg zu beenden, die Grenzübergänge zu öffnen und die Blockade des Gazastreifens aufzuheben.
Der Widerstand hat ein legitimes Recht auf Waffen, solange die Besatzung besteht. Der Widerstand wird fortgesetzt, bis ein unabhängiger, souveräner palästinensischer Staat gegründet ist.
Wir haben in der letzten Verhandlungsrunde bedeutende Fortschritte erzielt, bis die Aussagen des amerikanischen Gesandten Witkoff diese zunichte machten.„
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