Zu spät und hastig, Shabbat hat hier bereits eingesetzt, beende und veröffentliche ich meinen Bericht zu heute/gestern.
Inhalt
Israel
Israels Finanzminister Bezalel Smotrich präsentiert seinen Plan für Gaza. Die Hamas habe die Wahl zwischen zwei Optionen:
- a) Kapitulation: Freilassung aller Geiseln, Abbau der Terrorinfrastruktur, Absetzung der Hamas-Führer, Ermöglichung der freien Auswanderung und dauerhafte Übergabe der Sicherheitskontrolle an Israel.
- b) Entscheidung: Weigert sich die Hamas, wird Israel eine rasche militärisch-politische Operation durchführen, die militärischen Strukturen der Hamas zerstören, Gaza-Stadt belagern (hermetisch abriegeln), die humanitäre Hilfe kontrollieren, die Hamas von der Bevölkerung trennen und schrittweise Teile Gazas annektieren, während gleichzeitig eine freiwillige Umsiedlung (ins Ausland) unterstützt wird.
Benny Gantz’s „Blau und Weiss“ Partei war lange Zeit der Liebling westlicher Politiker. Laut neuesten Umfragen würde es seine Partei nicht mehr in die Knesset schaffen.
Gemäß dieser theoretischen Umfrage würde die gegenwärtige Regierungskoalition 50 Sitze erhalten, die Opposition 59 und die arabischen Parteien 11. Dies allerdings nur dann, wenn die Parteien Bennets und Liberman (zusammen 33 Sitze) zur Opposition gezählt werden. Doch ob das dann wirklich so wäre, ist bloß eine theoretische Annahme.
In Jerusalem hätte eine von der linksgerichteten „Standing Together“ Organisation eine Sammelaktion zugunsten Gazas stattfinden sollen. Sie wurde als illegal bezeichnet und deswegen abgesagt.

Premierminister Benjamin Netanjahu traf am Donnerstag in Jerusalem mit der UN-Ernährungsbeauftragten Cindy McCain zusammen und vereinbarte die Ausweitung der humanitären Hilfe für Gaza.
Beide versprachen, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter die Zivilbevölkerung erreichen.
Gleichzeitig betonten sie, dass die Hilfe nicht in die Hände der Hamas fallen dürfe.
Die israelische Armee eröffnet im Rahmen dieser Initiative neue Verteilungsstellen.
Leutnant Eden Ram, die an jenem schicksalshaften Samstag, dem 7. Oktober, im Stützpunkt Urim zwölfmal angeschossen wurde, feierte ihren 22. Geburtstag.
🎁 Mazal tov 🎉
Der Morgen im Stützpunkt Urim begann ruhig – bis die Stille durch Schüsse unterbrochen wurde.
Leutnant Eden Ram suchte zusammen mit anderen Soldaten Schutz in einem Bunker, doch bald wurde klar: Die Nuhba-Terroristen waren zum Stützpunkt vorgedrungen.
Die Mädchen hatten keine Kampferfahrung – sie dienten als Analytikerinnen, nicht als Kämpferinnen.
Doch Eden übernahm schnell die Kontrolle über die Situation: Sie verteilte Waffen und führte ihre Kameraden zum Hauptquartier. Unterwegs wurde sie ins Bein geschossen, doch sie marschierte weiter.
Die Terroristen drangen in das Gebäude ein, Kugeln pfiffen umher. In diesem Moment nahm Eden Abschiedsnachrichten an ihre Familie auf. Der letzte Eintrag war um 8:24 Uhr: Schüsse und eine Granate.
Zwölf Kugeln steckten in ihrem Körper. Verwundet und fast erschöpft gelang es ihr und einer anderen Soldatin, sich gegenseitig mit Aderpressen zu verbinden und so Leben zu retten.
Später stürmten IDF-Soldaten den Stützpunkt und fanden im Chaos zwei überlebende Mädchen.
Eden war drei Tage bewusstlos, an Maschinen angeschlossen und kämpfte über einen Monat im Krankenhaus um ihr Leben. Heute ist sie für jeden Tag dankbar und nennt ihre Rettung eine „zweite Chance“.
Gaza
Die IDF hat entschieden, in den Kampfgebieten von Gaza City die täglichen Feuerpausen einzustellen, die aus humanitären Gründen eingeführt worden sind.

Die israelischen Streitkräfte gaben am Montag bekannt, dass die Leiche der Geisel Ilan Weiss aus Gaza geborgen wurde.
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte, dass auch die Überreste einer weiteren getöteten Geisel zurückgebracht wurden, deren Name jedoch noch nicht veröffentlicht werden kann.
Dessen sterblichen Überreste werden derzeit forensisch identifiziert.
Ilan Weiss wurde aus dem Kibbuz Be’eri entführt, und seine Familie erfuhr im Januar, dass seine Leiche in Gaza festgehalten wird. Seine Frau Shiri und seine Tochter Noga wurden ebenfalls entführt und beim ersten Geiselaustausch freigelassen.
Ilan Weiss war stellvertretender Leiter der örtlichen Selbstverteidigungseinheit des Kibbuz. Er verwaltete die Infrastruktur des Kibbuz und leistete logistische Unterstützung für die Selbstverteidigungseinheit.
Als die Terroristen in den Kibbuz eindrangen, öffnete Ilan den Waffenraum des Kibbuz, woraufhin seine Spur verloren ging. Im Januar 2024 wurde er für gefallen erklärt.
Ilan war ein hingebungsvoller Familienvater, bescheiden und prinzipientreu, ein fürsorglicher Vater für seine Töchter. Ein sehr engagiertes und respektiertes Mitglied seiner Gemeinde. Er unterhielt sich gern, pflegte seinen Garten, trank Bier und fuhr an den Wochenenden Mountainbike mit seinem Schwiegersohn Gil Bui, einem Mitglied der Selbstverteidigungsgruppe des Kibbuz, der ebenfalls am Schwarzen Samstag starb.
Ilan hinterlässt seine Frau und drei Töchter: Mital, Maayan und Noga.
Berichte aus der Hungerzone:
In der Nasser-Straße in Gaza-Stadt, in der Nähe der Filiale der „Bank Al-Ardoun“, bekommt man einen gegrillten Kebab-Spieß für nur zehn Schekel.
Das ist günstiger als in Israel!
Im Restaurant von Ibrahim „König des Kebab“ in Deir al-Balah im Zentrum des Gazastreifens wird gegrilltes Fleisch für 170 Schekel (50 USD) pro Kilo verkauft (der Besitzer behauptet, er kaufe es für 120 Schekel pro Kilo ein).
Hier berichtet eine sichtlich von Hunger gezeichnete Gazanerin direkt aus der Hungerzone.
Das von den Vereinigten Arabischen Emiraten finanzierte Wasserpipelineprojekt nach Mawasi in Khan Yunis im südlichen Teil des Gazastreifens ist abgeschlossen.
Wann hoert das auf?
Immer mehr Terrortunnels der Hamas werden entdeckt und zerstört.
Libanon
Die UNO hat entschieden, ihre Truppen in Libanon, die UNIFIL, nach Ablauf des nächsten Jahres (2026) schrittweise aufzulösen.
Israel begrüßt diesen Entscheid, da diese Truppen in der libanesischen Grenzregion ohnehin nichts Hilfreiches beigetragen haben.

Libanesische Quellen:
Soldaten des französischen UNIFIL-Bataillons haben einen Raketen- und Granatenwerfer der Hisbollah in der Nähe des Dorfes Mari, östlich von Al-Khiam, nur etwa 4 km von der Grenze zu Israel und etwa 6 km von Metula entfernt, entdeckt.
Iran
Mindestens 841 Personen sind in Iran wegen der verschiedensten Anschuldigungen in diesem Jahr (2025) bislang hingerichtet worden, berichtet die UNO. 110 davon alleine im Juli.

Snapback schlägt zu:
Frankreich, Deutschland und Großbritannien haben am Donnerstag nach iranischen Verstößen gegen das Atomabkommen die Sanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt, nachdem es mit Teheran zu keiner Einigung gekommen war.
US-Außenminister Marco Rubio lobte die Entscheidung als „klaren Fall“ iranischen Verstoßes gegen die Atomabkommen und erklärte, Washington werde bei der Durchsetzung der Sanktionen mit seinen Verbündeten zusammenarbeiten, bleibe aber offen für direkte Gespräche mit Teheran.
Ab morgen gibt es nun noch 30 Tage, bis diese Sanktionen effektiv in Kraft gesetzt werden.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi reagiert auf die Entscheidung der E3-Staaten, den lähmenden Sanktionsmechanismus „Snapback“ zu aktivieren:
„Die Aktivierung des Mechanismus ist ungerechtfertigt und entbehrt jeder Rechtsgrundlage.
Der Iran hat respektvoll gehandelt und guten Willen gezeigt, die Probleme im Zusammenhang mit der Atomfrage auf diplomatischem Wege zu lösen.
Wir werden auf diesen unangemessenen Schritt angemessen reagieren und die Interessen und Rechte des Irans schützen.
Wir hoffen, dass die E3-Staaten diesen Fehltritt in den kommenden Tagen zurücknehmen und verantwortungsvoll und realistisch handeln.“
Vor dem Hintergrund von Berichten über den Snapback-Mechanismus gegen den Iran nähert sich die iranische Währung einem historischen Tiefstand und wird heute auf den iranischen Märkten zu folgendem Kurs gehandelt:
1 US-Dollar = 1,03 Millionen iranische Rial.
Ein Dollar reicht jetzt aus, um im Iran zum Millionär zu werden!
Nahost

Der Premierminister der Houthis, Ahmed al-Rahawi, wurde, laut Meldungen aus Jemen, in Sanaa mit einem gezielten israelischen Angriff eliminiert. Mit ihm haben mehrere seiner engsten Mitarbeiter das Zeitliche gesegnet.
Eine offizielle Bestätigung dieses Berichts steht derzeit (noch) aus.
Bei einem anderen Angriff auf ein Treffen hoher militärischer Führungskräfte wurde, so wird vermutet, nebst den anderen Teilnehmern dieser Besprechung auch der militärische Stabschef der Houthis eliminiert.
Der Militärkorrespondent Doron Kadosh zitierte israelische Sicherheitsquellen zum Angriff im Jemen:
„Eine große Zahl hochrangiger Houthi-Vertreter hat sich an mehreren Orten in Sanaa versammelt. All diese Orte wurden gleichzeitig – innerhalb weniger Minuten – angegriffen.
Es handelte sich um eine äußerst bedeutende Operation, die innerhalb kurzer Zeit durchgeführt wurde. Dabei wurde eine nachrichtendienstliche Gelegenheit genutzt und eine präzise Operation durchgeführt„
Es wird vermutet, dass sie sich versammelt hatten, um die Rede des Anführers Abdul-Malik al-Houthi zu verfolgen.

Die Houthis dementieren Berichte über getötete hochrangige Kommandeure
Ihr Militärsprecher Yahya Saree, bekannt als „Stimme Sanaas“, nutzte die offizielle Nachrichtenagentur der Gruppe, um Berichte über die Tötung hochrangiger Kommandeure zurückzuweisen.
Dieser Quelle zufolge wurden einzig zivile Einrichtungen angegriffen und der aktuelle israelische Angriff war, wie alle seine Vorgänger, ein Fehlschlag.
Gestern habe ich von der israelischen Operation im Süden von Damaskus berichtet. Nun wird bekannt gegeben, dass bei dieser Operation geheime türkische Überwachungsgeräte konfisziert werden konnten. Diese Installationen, die vor rund 10 Jahren, also noch unter Assad, installiert worden sind, waren auch das Ziel dieser Operation.
Der saudische Sender Al-Hadath zitierte eine „israelische Sicherheitsquelle“ zur gestrigen Operation im Gebiet Al-Kiswah im Süden von Damaskus:
„Die Landung von Truppen in der Nähe von Damaskus war für die Sicherheit Israels absolut notwendig. Wir haben während der Operation geheime und gefährliche Ausrüstung geborgen und wir haben türkische Spionageausrüstung demontiert, die im Gouvernement Damaskus installiert worden war, um uns auszuspionieren.
Wir haben das syrische Regime angewiesen, unsere Geduld nicht auf die Probe zu stellen und nicht zu versuchen, unsere rote Linie zu überschreiten.“
International
Großbritannien legt Israel für die Teilnahme an der britischen Waffenausstellung DSEI Restriktionen auf, so dass die israelischen Unternehmen schlussendlich entschieden haben, ihre Teilnahme gänzlich abzusagen.
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