8.8.2025

Für mich beginnen jetzt die Vorbereitungen für Shabbat. Shabbat Shalom!

Inhalt

Israel

Nach einer 10-stündigen Debatte hat das Krisenkabinett den Plan zur vollständigen Eroberung des Gaza gutgeheißen. Der Plan enthält die folgenden Punkte:

  1. Entwaffnung der Hamas
  2. Rückgabe aller Geiseln – sowohl der lebenden als auch der getöteten
  3. Entmilitarisierung des Gazastreifens
  4. Israelische Sicherheitskontrolle über den Gazastreifen
  5. Einrichtung einer alternativen Zivilverwaltung, die weder Hamas noch die Palästinensische Autonomiebehörde ist.

Kommentar zu Punkt 5: Bislang hat sich noch niemand angeboten, diese Zivilverwaltung zu übernehmen. Wenn das so bleibt, wird diese Aufgabe bei Israel hängen bleiben. Dies, wiederum, würde letztlich wohl auf eine definitive Annexion (anstelle eines dauerhaften Zwischenzustandes) herauslaufen.

Bei diesem Entscheid gab es Einwände. Er gefährde das Leben der Geiseln und auch das der Soldaten, wurde eingeworfen. Netanjahu entgegnete, wenn die Hamas Hand zu einem Abkommen biete, könne dieser Operation sistiert und der Plan gestoppt werden.

Auch wenn die Armeespitze diesem Plan gegenüber skeptisch eingestellt ist, stellt sie sich entschlossen an die Seite der Regierung.


Die Hamas reagiert unverzüglich auf diesen Plan. Sie habe Israel ein „faires Abkommen“ angeboten, doch Israel habe es abgewiesen und weitere Verhandlungen abgebrochen.

Gaza wird sich nicht ergeben und der Feldzug wird hart sein und einen hohen Preis von Israel und der IDF fordern.„, lässt sie verlauten.


Einige hundert Demonstranten der (angeblichen) „Familien der Geiseln“ Gruppe demonstrieren gegen den Plan der Regierung bezüglich des Gaza. Der militärische Druck (der wesentlich zur Freilassung von bereits 200 Geiseln geführt hat) gefährde das Leben der (restlichen) Geiseln und die Regierung müsse ein Abkommen „um jeden Preis“ mit der Hamas abschließen, das die Freilassung dieser Geiseln beinhalte.

Die Demonstranten unterstützen damit weitgehend die Haltung der Hamas, welche sich weigert ihre Geiseln freizulassen, wenn nicht die Grenze zwischen Israel und Gaza abgebaut wird und eine internationale Garantie dafür bestehe, dass sie in Gaza ungefährdet an der Macht bleiben kann.


Der ehemalige Premierminister Ehud Olmert unterstützt den Aufruf des anderen ehemaligen PMs Ehud Barak zu einer Revolution (ziviler Ungehorsam Millionen von Israelis), um die Regierung zu stürzen.

Kommentar: So viel zum Demokratieverständnis dieser Kreise. Mir kam letzthin der Gedanke, dass es eigentlich Zeit sei, die Bezeichnungen „links“ und „rechts“ neu zu definieren:

  • Links ist, was sich an Ideologien orientiert und bereit ist, dafür jeden Preis zu bezahlen.
  • Rechts ist, was sich pragmatisch an Machbarem orientiert, was gegenwärtige Krisen lösen und die Situation für die Mehrheit verbessern soll.

Das Beit Hanoun Battalion der Hamas im Norden von Gaza sei zerschlagen, lässt die IDF verlauten.


Israel erwägt Gegenmaßnahmen gegen Großbritannien, wenn diese einen Staat Palästina anerkennen. Dabei wird eine Einstellung der Zusammenarbeit bezüglich Sicherheit und Verteidigung ins Auge gefasst. Das würde Israels Exportindustrie zwar merklich treffen, noch viel mehr jedoch würde es Großbritannien gefährden, denn in diesen Bereichen ist es schwer von Israel abhängig.


Der Tag danach“ (The day after) ist ein aufwühlender Film über die Ereignisse des 7. Oktobers 2023. Er dauert rund 1 Stunde und ist hier anzusehen.


Dieser Bericht enthält ein Video jener verrückten Israelis, die nach Gaza segeln wollen, um dort die Geiseln zu befreien.

Kommentar: Ich verstehe durchaus, dass der Schmerz, Familienangehörige in der gazanischen Geiselhaft zu wissen, enorm ist, doch dass er gleich alle Hirnzellen ausschaltet, kann ich nicht nachvollziehen.

Gaza

Nachdem die Hamas derart geschwächt worden ist, trauen sich Gazaner zunehmend, sich gegen die Hamas aufzulehnen. Doch da ist Vorsicht geboten: Das bedeutet noch lange nicht, dass sie Israel gegenüber freundlicher eingestellt sind!


Noch immer ist die Hamas in der Lage, ihren Kämpfern ein Salär auszurichten. Allerdings ist dieses stark (bis auf 20%) reduziert.

Es wird geschätzt, dass sie rund 30’000 Saläre ausrichtet, gesamthaft rund 7 Mio USD monatlich. Vor ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober habe die Hamas rund 700 Mio USD in ihren Tunnels gehortet, berichtet ein Hamas-Funktionär. Dieses Geld stammt von hohen Gebühren für die Gazaner sowie von Spenden aus dem Iran, Qatar und von anderen Terrororganisationen.


Die GHF will ihre bisherigen 4 Ausgabestellen für Hilfsgüter auf 16 ausbauen. Sie sollen in einem 24-Stunden Betrieb operieren.

Bislang hat die GHF seit Beginn ihrer Operation am 26. Mai 110 Millionen Essensrationen direkt an die Zivilbevölkerung verteilt.


Schaut Euch dieses Video aus den gazanischen Filmstudios an:

Gleich in den ersten Sekunden, bei 0:01, fragt ein Kind unter Tränen und herzzerreißend: „Füll meinen Behälter.“

Bei 0:10 zeigt das Video bereits zwei Kinder, die über das ganze Gesicht grinsen und sich vor dem Mikrofon für das Essen bedanken…

Später erklärt ein Vertreter der Organisation, wie man spenden kann.

Bei 00:47 fährt im Hintergrund ein LKW vorbei – das heißt, dahinter ist nicht einmal eine Schlange. Sie füllen bloß eine erste Reihe für das Video, der Rest wird mit den Kamerawinkeln erledigt.

Diese „Tränenwand“ ist praktisch. Jedes Mal ist es eine andere „Wohltätigkeitsorganisation“ oder ein „Fotojournalist“, der seine Story an Zeitungen im Westen verkauft. Diese „Tränenwand“ kann gemietet werden.


Nach der Hungerkatastrophe nun die Lagernot:

Die Bewohner des Gazastreifens beklagen eine „Lagerkrise“

Libanon

Der UNIFIL-Sprecher gab heute bekannt, dass das französische Bataillon in Tayr Harfa, Zibqin und Naqoura im Südlibanon ein Tunnelnetz der Hisbollah entdeckt habe, in dem Hunderte von Granaten, Raketen, Minen, Panzerabwehrraketen, Artillerieausrüstung und weitere Waffen gefunden wurden.


Die Machtdemonstration der Hisbollah gestern Abend in schiitischen Zentren im Libanon:

Die libanesische Armee musste in einige der Vorfälle eingreifen, nachdem Reifen in Brand gesteckt und Straßen blockiert worden waren.

Letztendlich zerstreuten sich die Hisbollah-Anhänger.

Nun steht der Libanon kurz vor der eigentlichen Tat: der Umsetzung des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah – der Moment der Wahrheit.

Der libanesische Verteidigungsminister Michel Murr erklärte gestern Abend: „Wir werden die Beschlüsse der libanesischen Regierung unmittelbar nach der Genehmigung des Plans zur Entwaffnung der Hisbollah umsetzen, trotz der Vorbehalte„.

Mahmoud Qamati, ein libanesischer Parlamentsabgeordneter der Hisbollah, antwortete: „Niemand kann die Hisbollah entwaffnen„.


Ein libanesischer Abgeordneter über Israel:

Dein Feind von heute kann dein Freund von morgen sein.“

Camille Chamoun, maronitische Christin und Abgeordnete im libanesischen Parlament, Vorsitzende der Freien Nationalen Partei, spricht über Israel:

Ich bin jemand, der Frieden schließen will. Deutschland eroberte Europa und war ein Feind Frankreichs und Englands. Sie schlossen ein Friedensabkommen, hörten auf, Feinde zu sein, und wurden zu hervorragenden Verbündeten. Das ist ein Beispiel aus der Geschichte: Dein Feind von heute kann dein Freund von morgen sein, und das, ohne dass du deine Souveränität oder deine Würde aufgeben musst.“

Iran

Im Iran wurde Rozbeh Vadi, ein Atomwissenschaftler, durch den Galgen hingerichtet, weil er mit dem Mossad zusammengearbeitet haben soll.


Der Iran veröffentlicht die persönlichen Daten von Pilotinnen, die am israelischen Angriff auf den Iran beteiligt waren, und ihren Familien. Damit eröffnet er eine weltweite Hetzjagd auf sie und ihre Familien.

Nahost

Syrische Drusen bedanken sich bei Israel. „Ihr habt uns gerettet„, sagen sie. Dieser Bericht zeigt Israels Reaktion nach den sunnitischen Angriffen auf die Drusen.

International

Dieser Bericht enthält das Video, wie eine aggressive Palästinistin an einem Strand in New York junge Israelis belästigt und beschimpft.

Kommentar: Ich staune ob der Ruhe und Gelassenheit, mit welcher die drei Israelis reagieren. Ich glaube, ich selbst hätte kaum so ruhig sitzen bleiben können…


US-Außenminister:

Die Hamas macht keine Zugeständnisse, weil sie glaubt, in den globalen Medien zu siegen

US-Außenminister Marco Rubio wurde gestern Abend von EWTN interviewt. Hier einige wichtige Punkte:

  • Israel entscheidet letztendlich selbst, was für seine Sicherheit getan werden muss.
  • Solange die Hamas existiert, wird es in Gaza keinen Frieden geben. Ihr Existenzgrund ist der Wunsch, Israel zu zerstören.
  • Die Hamas will alle Juden aus dem Nahen Osten vertreiben. Das ist ihr Ziel. Solange eine Gruppe wie die Hamas über Waffen und Kampffähigkeit verfügt, ist der Frieden gefährdet.
  • Die Hamas glaubt, den globalen PR-Krieg zu gewinnen und ist daher nicht bereit, Zugeständnisse zu machen. Die Gespräche mit der Hamas scheiterten an dem Tag, an dem der französische Präsident einseitig einen palästinensischen Staat anerkannte. Botschaften über die Anerkennung eines palästinensischen Staates haben den Friedensprozess und eine Einigung mit der Hamas erschwert. Die Hamas fühlt sich durch die Botschaften zur Anerkennung eines palästinensischen Staates ermutigt.
  • Ich stimme mit Netanjahu überein, dass die Anerkennung eines palästinensischen Staates eine Belohnung für die Hamas ist. Die Gründung eines palästinensischen Staates ist kein reales Problem – es ist unmöglich, seine Grenzen festzulegen oder zu bestimmen, wer ihn kontrollieren würde. Ein Staat oder gar eine autonome Region kann nicht gegründet werden, ohne dass geklärt ist, wer ihn kontrollieren wird.

Indonesien, das größte mehrheitlich muslimische Land der Welt, hat beschlossen, 2’000 Palästinenser aufzunehmen, die „unter zionistischer Aggression gelitten“ haben. Nun ja, nicht im eigenen Land, sondern auf einer Insel im Malaiischen Archipel. Genauer gesagt: auf einer unbewohnten Insel.

Diese Insel heißt Galang Island. Sie liegt in der Provinz Kepulauan Riau – weiter von Jakarta und näher an Singapur – und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 80 Quadratkilometern, was 4.5-mal kleiner ist als Gaza.

Vor vielen Jahren befand sich hier einmal ein offizielles UN-Flüchtlingslager. Es wurde hauptsächlich von vietnamesischen „Boatpeople“ bewohnt, von denen nur noch ungesunde Erinnerungen und ein verlassenes Lager mit Gebäuden übrig geblieben sind, in dem sich damals eine Schule, ein medizinisches Zentrum und UN-Büros befanden.

Eine lokale Bevölkerung taucht zwar gelegentlich auf, bleibt aber nicht dauerhaft. Denn es gibt dort nichts zu tun. Es gibt keine Infrastruktur. Es gibt keinen Tourismus. Es gibt keine Transportmöglichkeiten.

Während der Coronavirus-Pandemie wurden Infizierte hierhergebracht, was der Popularität der Insel natürlich nicht gerade zuträglich war. Und nun werden sie Palästinenser bringen. Von ganzem Herzen und mit großem indonesischen Respekt.

Das indonesische Außenministerium hatte die Aktion der Solidarität und des Respekts zwar weithin angekündigt, gab jedoch nicht bekannt, wann genau mit der Umsetzung des Programms begonnen werden soll. Auch Präsident Prabowo Subianto äußerte sich dazu. Er nannte jedoch keine Details und bezeichnete die Unterstützung für Palästina lediglich als „eine Form muslimischer Solidarität“.

Doch der Ort ist ruhig, der Boden eignet sich gut für Tunnelbau. Die Buchten eignen sich gut für den Empfang der Freiheitsflotten. Und es gibt bereits UN-Büros für die Verteilung humanitärer Hilfe.

Es ist einfach ein idealer Ort für die Gründung eines palästinensischen Staates. Ein Nachteil: Er ist weit von Israel entfernt. Aber die UN wird sich etwas einfallen lassen.


Die BCG Group, Gründerin des Fonds für humanitäre Hilfe, hat einen Plan zur Umsiedlung von Gaza-Bewohnern nach Somalia und Somaliland vorbereitet. Hauptpunkte des Plans:

  • 25% der Gaza-Bewohner (ca. 500’000 Menschen) werden sich für die Ausreise entscheiden.
  • Die meisten von ihnen werden nicht nach Gaza zurückkehren.
  • Die Aufnahmeländer werden in den ersten vier Jahren rund 4.7 Milliarden US-Dollar einnehmen.
  • Zukünftige Projekte im Gazastreifen, die innerhalb von zehn Jahren wirtschaftliche Erträge bringen: Trümmerbeseitigung, Aufbau von Infrastruktur (Hafen, Eisenbahn), ein neues Bildungs- und Gesundheitssystem, fortschrittliche Industrie, Tourismus.

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