20.8.2025

Inhalt

Israel

Premierminister Netanjahu verschickt ein harsches Schreiben an Frankreich und Australien, weil diese einen Staat „Palaestina“ anerkennen wollen.

Doch eine einfache Frage, die ich ihnen stellen würde, stellt er nicht: Es waren Israelis, nicht Palästinenser, die diese Gebiete von der illegalen jordanischen und ägyptischen Besetzung befreit haben. Wie gedenken Frankreich und Australien, Israel für diese Arbeit, die etlichen Israelis das Leben gekostet hat, zu entschädigen?

Emmanuel Macron antwortet auf dieses Schreiben:

Netanjahus Interpretation, Antisemitismus mit der Anerkennung eines palästinensischen Staates zu verknüpfen, ist verabscheuungswürdig und falsch. Frankreich schützt die Juden innerhalb seiner Grenzen. Frankreich braucht keine Lektionen im Kampf gegen Antisemitismus.“

Kommentar: Ich glaube nicht, dass Frankreichs Juden dieser Aussage zustimmen würden…


Ein hochrangiger israelischer Politiker sagt (via Amit Segal):

Israels Politik ist unverändert. Israel fordert die Freilassung aller 50 Geiseln gemäß den vom Kabinett festgelegten Grundsätzen zur Beendigung des Krieges.

Wir befinden uns in der letzten Phase der Entscheidung über das Schicksal der Hamas und werden keine Geisel zurücklassen.“

Auch das Al Arabiya Network berichtet: „Netanjahu sagt „Nein“ zum jüngsten Abkommen, dem die Hamas zugestimmt hat.“

Kurz: Nein zu einem Teilabkommen, wie Qatar und Ägypten das unterbreitet haben.

Das qatarische Außenministerium sagt dazu: „Der Vorschlag, dem die Hamas zugestimmt hat, umfasst 98% dessen, was Israel zuvor zugestimmt hatte.“

Auch wenn das stimmen sollte: Die Hamas kommt damit zu spät, sie haben diese Chance verspielt.


Nach der Ankündigung über die Genehmigung der Reservemobilisierung heute Morgen berichtet der israelische Militärkorrespondent Doron Kadosh wie folgt:

Fünf Divisionen, 130’000 Reservisten auf dem Höhepunkt des Manövers und Vorbereitungen für eine „monatelange Operation“ bis 2026: die genehmigten Pläne zur Eroberung von Gaza-Stadt.

Die israelischen Streitkräfte (IDF) veröffentlichen Details zu „Gideons Streitwagen 2“, dem Plan zur Einnahme von Gaza-Stadt, der gestern vom Verteidigungsminister genehmigt wurde:

  1. An der Operation werden fünf Divisionen im Gazastreifen beteiligt sein – darunter die drei wichtigsten ständigen Divisionen der IDF sowie Reservekräfte. Auf dem Höhepunkt des Manövers werden zwölf Brigaden (Brigadekampfteams) in Gaza-Stadt aktiv sein: die neun ständigen Brigaden der IDF und drei zusätzliche Reservebrigaden. Die Vorbereitungsphase der Operation hat bereits begonnen – mit gezielten Angriffen in den letzten Tagen im Viertel Zeitoun und in Jabalia.
  2. In den kommenden Tagen wird die israelische Armee mit der Evakuierung der Bevölkerung von Gaza-Stadt Richtung Süden beginnen. Es werden humanitäre Korridore eingerichtet, um eine sichere Durchreise zu gewährleisten, zusätzliche Hilfsverteilungszentren und Feldlazarette werden eingerichtet und bestehende Krankenhäuser verstärkt. Die Evakuierung wird nicht über Sicherheitskontrollen erfolgen, da es laut der israelischen Armee „bei diesen Menschenmassen unmöglich ist, die Bevölkerung einzeln zu überprüfen“.
  3. Die Einberufung zur Reserve wird 60’000 Soldaten umfassen, zusätzlich zu den bereits 70’000 im Einsatz befindlichen. Auf dem Höhepunkt des Manövers wird die israelische Armee 130’000 Reservisten gleichzeitig einsetzen. Der Großteil der heute im Rahmen der Notverordnung 8 einberufenen Reservisten muss sich am 2. September melden. Der Generalstabschef hat entschieden, dass dies erst nach den Sommerferien erfolgen soll, um den Reservisten eine angemessene Vorbereitung zu ermöglichen. Dieser Reservedienst dauert mehrere Monate, bis Oktober/November, bevor es zu einer weiteren Einberufungswelle kommt, gefolgt von einer weiteren Mobilisierung Anfang 2026.
  4. Die israelischen Streitkräfte bereiten sich auf eine monatelange Operation vor, die bis 2026 andauern soll. Sie betonen, dass der Generalstabschef die entscheidende Niederlage der Hamas als oberste Priorität betrachtet. Sollte eine Einigung erzielt werden, werden Anpassungen vorgenommen, andernfalls wird der Plan wie geplant fortgesetzt.
  5. Zusätzlich zu den neuen Reservisten wird auch die Dienstzeit der bereits dienenden Reservisten verlängert. Statt 70–80 Tagen müssen sie zusätzlich 30–40 Tage dienen. Einige Reserveeinheiten werden allein in diesem Jahr bis zu 140 Reservetage erreichen.
  6. Nach Angaben der israelischen Streitkräfte unterhält die Hamas eine aktive, organisierte Brigade in Gaza-Stadt, allerdings mit „begrenzten Fähigkeiten“. Die Stadt verfügt zudem über bedeutende unterirdische Tunnelnetze, die die israelischen Streitkräfte bislang noch nicht erreicht haben.

Keiner zu klein, Attentäter zu sein: 4-jährige schmeißen Steinbrocken auf vorbeifahrende israelische Autos.


Israel wird oft als „gefährliches Kriegsgebiet“ bezeichnet. Üblicherweise flüchten viele Bewohner aus solchen „gefährlichen Gebieten“, doch in Israel geschieht das Gegenteil: Rekordzahlen bei jüdischen Neueinwanderern!

Alleine im Monat August sind 1’000 Juden nach Israel rückgewandert. Heute sind 225 Juden aus New York in einem Charterflug in Ben Gurion gelandet. Für sie ist Israel weniger bedrohend als New York…

Gaza

Dieser Bericht enthält ein spannendes Video über die Einheit der IDF, die in den Tunnelsystemen der Hamas operiert.


Eine hervorragende aktuelle Karte der Stadtteile von Gaza-Stadt und des nördlichen Gazastreifens.

In Gelb die von der IDF kontrollierten Gebiete im nördlichen Gazastreifen.

Die Karte zeigt die Übernahme der östlichen Stadtteile von Gaza-Stadt durch die IDF: Tuffah, Shuja’iyya und Zeitoun.


Eine weitere aktualisierte Kontrollkarte des gesamten Gazastreifens (ebenfalls mit freundlicher Genehmigung von Ben Tzion Macales)

Der Karte zufolge kontrolliert die IDF derzeit fast 70% des Gaza-Streifens.


Diese Karte zeigt die Bevölkerungsdichte in Gaza.

In Rot: Was von der IDF kontrolliert wird und/oder wo Evakuierungsoperationen im Gang sind.


Nicht alles, was nach Hilfslieferung aus der Luft aussieht, ist wirklich hilfreich.

Dieses Video zeigt, was eine solche Lieferung aus Spanien enthalten hat: Lauter abgelaufene, verschimmelte Lebensmittel.

Die Behauptungen im Video, die Hilfsgüter kämen aus Spanien, lösten eine Welle der Reaktionen und ein kategorisches Dementi aus Madrid aus.

Das Video zeigt eine Tüte mit dem Logo von JOMIPSA, einem spanischen Unternehmen, das Länder und die NATO mit Lebensmitteln und humanitärer Ausrüstung beliefert.

Der Gazaner sagt, das Paket sei in der Gegend von Khan Younis und Deir el-Balah abgeworfen und auf Märkten für etwa 100 USD verkauft worden.

Sehen Sie, da ist Schimmel“, sagt er in die Kamera und zeigt auf die mit einer schwarzen Substanz bedeckten Tüten.

Das spanische Außenministerium dementierte kategorisch den Versand verdorbener Hilfsgüter: „Wir bestreiten kategorisch, dass verdorbene Lebensmittel verschickt wurden.“

Das Ministerium betonte, dass es ohne Seriennummer unmöglich sei, die Herkunft des Pakets zu bestätigen, und fügte hinzu, dass JOMIPSA auch Produkte in andere Länder liefere. Nach Angaben der spanischen Behörden wurden ähnliche Pakete auf Märkten in Gaza für etwa 350 Schekel verkauft.

Der Nachrichtenagentur EFE vorgelegte Beweise bestätigten die Details des Videos, sowohl hinsichtlich des Inhalts – 24 Pakete mit Keksen, Kaffee und Trockennahrung – als auch hinsichtlich des Abwurforts.

Eine katalanische Zeitung veröffentlichte Fotos von ähnlichen Paketen, die auf Märkten in Gaza verkauft wurden.

Eine weitere Online-Behauptung war, dass in Gaza Schweinefleischkonserven abgeworfen wurden, basierend auf Fotos der Pakete, die auf der JOMIPSA-Website veröffentlicht wurden. Das spanische Außenministerium hat dies zurückgewiesen und erklärt, dass alle nach Gaza gelieferten Rationen den islamischen Standards entsprächen und kein Schweinefleisch enthielten.

JOMIPSA produziert eine breite Palette humanitärer Produkte, von verzehrfertigen Lebensmittelpaketen, Hygienesets und Armeerationen bis hin zu Spezialpaketen für Hungersnöte und Naturkatastrophen. Die Produkte sind für Regierungen, internationale humanitäre Organisationen – darunter die NATO und das Rote Kreuz – sowie Organisationen wie UNRWA und UNICEF bestimmt.

Spanische Medien wie Maldita.es und Newtral.es berichteten, sie hätten das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten, jedoch keine Antwort erhalten. Auf seiner offiziellen Website gibt das Unternehmen an, strenge Qualitätsstandards einzuhalten und betont seine Fähigkeit, angepasste Rationen zu liefern, darunter auch solche, die den islamischen Ernährungsvorschriften entsprechen. Diese Zusicherungen erfolgen jedoch in einem allgemeinen Kontext und stellen keine direkte Reaktion auf Vorwürfe dar, verdorbene oder nicht-islamische Produkte zu liefern.

In einem Interview mit RTVE im Mai 2025 äußerte sich der spanische Außenminister José Manuel Albarez scharf zur humanitären Lage in Gaza. Er sagte, die Hungersnot habe „die Schwelle zur Unmenschlichkeit überschritten“ und bezeichnete die Verzögerungen bei der Lieferung von Hilfsgütern als „schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht“. Albarez betonte zudem, dass „eine herbeigeführte Hungersnot ein Akt des Massakers“ sei.

Spanien warf etwa 12 Tonnen Lebensmittel über Gaza ab – eine Menge, die für etwa 11’000 Menschen bestimmt ist.


Heute ist eine Truppe der IDF in Khan Younis von einer Gruppe von 10 bis 15 Terroristen angegriffen worden. Innerhalb weniger Minuten nach der Alarmierung eilten Einheiten der israelischen Luftwaffe zur Unterstützung der angegriffenen IDF-Truppen herbei. Der zeitliche Ablauf:

09:01 Soldaten meldeten terroristische Angriffe
09:04 Drohnen wurden eingesetzt
09:18 Erster Luftangriff ausgeführt

Ablauf der Luftunterstützung:
4 Drohnenangriffe
6 Angriffe von Kampfjets
1 Hubschrauberangriff

Die Reaktion heute Morgen hat erneut gezeigt, wie wichtig die Luftwaffe bei der Verhinderung von Infiltrationen ist, und verdeutlicht, was am 7. Oktober gefehlt hat.

Iran

Der ehemalige iranische Diplomat Amir Mousavi behauptet, der Iran verfüge derzeit über genügend angereichertes Uran, um 18 bis 24 Atombomben zu bauen, und könne im Falle eines Krieges innerhalb weniger Stunden eine atomare Waffe zur Verfügung stellen.


Der Iran droht, als nächstes Washington anzugreifen.

Nahost

Die offizielle syrische Nachrichtenagentur SANA berichtete gestern Abend:

Der syrische Außenminister Asaad al-Shaybani traf sich gestern mit einer israelischen Delegation in Paris, um über die Stärkung der Stabilität in der Region und im Süden Syriens zu sprechen.“

Ein öffentliches Eingeständnis des syrischen Regimes, dass ein hochrangiger Beamter direkte Kontakte zum „israelischen Feind“ hatte, ist keine Kleinigkeit!

Sie haben es weder heruntergespielt noch verheimlicht. Sie berichteten sachlich darüber.


Weitere Informationen zur Stärkung der Stabilität in Südsyrien

Gestern fand in Paris ein weiteres Treffen statt:

Der amerikanische Gesandte Tom Barrack traf sich mit Muwaffaq Tarif, dem Führer der Drusengemeinde in Israel.


Syrische Quellen behaupten:

Amerikanische Streitkräfte landeten gestern Abend in Idlib im Norden Syriens und verhafteten den IS-Anführer.“

Viele syrische Quellen berichten, dass amerikanische Soldaten in Zusammenarbeit mit irakischen Streitkräften gestern Abend im Dorf Atimah im Norden Idlibs, Syrien, nahe der türkischen Grenze, gelandet sind.

Die Streitkräfte umzingelten das Haus eines Mannes namens Mustafa Khaled in der Nähe des Elektrizitätswerks in Atimah und forderten Abu Hafs al-Qurashi auf, herauszukommen.

Al-Qurashi war zum fünften IS-Anführer ernannt worden, nachdem sein Vorgänger 2022 eliminiert worden war.

Mehreren syrischen Quellen zufolge wurde al-Qurashi, der die irakische Staatsbürgerschaft besitzt, gestern Abend zusammen mit zwei Frauen mit französischer Staatsbürgerschaft verhaftet.

Einigen Quellen zufolge wurde al-Qurashi bei der Verhaftung getötet, es gibt jedoch keine bestätigten Berichte dazu. Der Schusswechsel im Bereich des von den Streitkräften umzingelten Hauses war relativ kurz.

Syrische Quellen weisen darauf hin, dass Abu Hafs al-Qurashi sich durch seine Fähigkeit, Ausländer für die Organisation zu rekrutieren (wobei seine Nähe zur syrischen Grenze ihm dabei half), als „frisches Blut“ für den IS hervorgetan habe.

Augenzeugen zufolge waren Kräfte des derzeitigen syrischen Regimes an der Abriegelung des Gebiets beteiligt, in dem die Operation gestern Abend stattfand.


Innere Sicherheitskräfte haben in der syrischen Stadt Homs einen mit Grad-Raketen beladenen Lastwagen abgefangen, der auf dem Weg in den Libanon – natürlich zur Hisbollah – war.


👆 top 👆


Wer über etwas in diesem Beitrag debattieren möchte oder Fragen oder Ergänzungen dazu hat, kann das gerne im hierfür eingerichteten Forum tun. Als Thema bitte das Datum dieses Beitrages (Seitentitel) einsetzen.

Ihr könnt zu einer besseren Verbreitung dieses Blogs (News – hasbara.blog) beitragen, indem ihr Artikel daraus auf anderen Plattformen (z.B. Facebook, TikTok, Instagram, YouTube, X, etc.) erwähnt und verlinkt.