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Israel
Die COGAT (israelische Militärverwaltung) widerspricht einem Bericht der UNRWA über die humanitäre Lage in Gaza scharf. Die UNRWA habe keine Ahnung von der Situation in Gaza, da sie nicht vor Ort sei und sich lediglich auf Berichte der Hamas abstütze.
Das Forum „Recht und Gerechtigkeit“, eine Gruppe von etwa 150 Familien, die Angehörige am Niova-Festivalverloren haben, kritisiert scharf den für morgen, Sonntag, angekündigten Generalstreik, um damit gegen den Plan der Regierung bezüglich der nächsten Ziele in Gaza zu protestieren.
„Unsere Wut richtet sich gegen den Feind (in Gaza), nicht gegen unser eigenes Volk„, sagen sie, und „Niemand soll unsere Trauer für politische Ziele und zur Spaltung unserer Nation missbrauchen„
Palästinensische Sender berichten, dass die israelische Polizei den stellvertretenden Bürgermeister von Umm al-Fahm während der heutigen Demonstration zur Unterstützung des Gazastreifens festgenommen habe.

Palästinensische Sender berichten, dass Israel Abriss- und Evakuierungsbefehle für 40 Gebäude im Dorf Al-Eizariya (zwischen Jerusalem und Ma’ale Adumim) herausgegeben hat.
Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei um eine Vorbereitungsphase für den israelischen Plan zur Schaffung einer territorialen Kontinuität zwischen Jerusalem und Ma’ale Adumim (der von Minister Smotrich angekündigte Bau im Gebiet E1).
Das US-Außenministerium als Antwort auf die Ankündigung des Baus im Gebiet E1:
„Ein stabiles Westjordanland (Judäa und Samaria) gewährleistet die Sicherheit Israels und entspricht der Politik von Präsident Trump zur Erreichung von Frieden in der Region.“
Die Regierung unter Netanjahu kommt zunehmend unter Druck, in der ehemaligen Westbank israelische Souveränität auszurufen. Dies müsse für die gesamte Region getan werden, nicht bloß für einzelne Gemeinden, fordert der Yesha-Rat (der Rat in diesem Gebiet).
Insbesondere wegen der angekündigten Anerkennung eines palästinensischen Staates in diesem Gebiet an der kommenden UN-Generalversammlung sei es besonders dringend, dies jetzt, sofort zu tun.
Gaza
Die Hamas hat ihre Position zu einen Geiselabkommen geändert und hat ein Dokument unterbreitet, nach welchen sie nun bereit zu einem Teilabkommen gemäß Steve Witkoffs Vorschlag seien. Dieser hatte die Freilassung von 10 lebendigen und 18 ermordeten Geiseln gegen einen 60-tägigen Waffenstillstand und die Freilassung einer Anzahl inhaftierter Terroristen vorgesehen.
Der Mossad-Chef besuchte Katar (vor 2 Tage) nicht für Verhandlungen über ein Abkommen
Der Mossad-Chef führte in Doha Gespräche mit dem Premierminister von Katar, Mohammed bin Abdel Rahman Al Thani. Walla berichtet unter Berufung auf politische Quellen , dass die Verhandlungen nicht das Abkommen zur Freilassung israelischer Geiseln betrafen, sondern mit der aktuellen Tätigkeit des Mossad zusammenhingen.
Während dieser Gespräche betonte Barnea, dass die Option eines Teilabkommens über die Geiseln vollständig von der Tagesordnung gestrichen wurde.
Die IDF hat einen 7 km langen Tunnel im Norden Gazas zubetoniert und dutzende von weiteren Tunneln in Gaza gesprengt (Artikel mit Video).
Zum ersten Mal in Zusammenarbeit mit Singapur: 127 humanitäre Lieferungen wurden heute von sieben verschiedenen Ländern über den gesamten Gazastreifen abgeworfen
Videodokumentation von Sicherheitskräften der Hamas, die die Lastwagen mit Hilfsgütern eskortieren, die über den Grenzübergang Zikim im nördlichen Teil des Gazastreifens in den Gazastreifen eingefahren sind.
Die LKWs werden in Lager umgeleitet, die von der Hamas kontrolliert werden.
Gazaner haben einen Lastwagen mit humanitärer Hilfe angezündet, während der Fahrer um Hilfe schrie.
Er verbrannte lebendigen Leibes.
Niemand hat versucht, ihm zu helfen…

Nach der massiven Versorgung des Gazastreifens in den vergangenen zwei Wochen ist die Wirkung der Hungerkampagne der Hamas etwas verblasst.
Nun nutzt die Hamas die Tötung von Al-Jazeera-Journalisten (darunter auch Anas al-Sharif, Mitglied ihres militärischen Flügels) als Narrativ, das ihrer Meinung nach am kommenden Wochenende Massen auf die Straßen Europas bringen wird.
Sie ruft die Öffentlichkeit dazu auf, in Solidarität mit Anas al-Sharif und seinen Kollegen auf die Straße zu gehen.
Die Hamas erweist sich als geschickt darin, die europäische Straßenszene zu interpretieren…

Gazaner berichten, dass die IDF im Gebiet des Viertels Zeitoun im Südosten von Gaza-Stadt Flugblätter zur Evakuierung abgeworfen habe.
Die Hamas lehnt ihre Aufnahme in den UN-Bericht über sexuelle Gewalt ab und fordert die strafrechtliche Verfolgung von Israelis wegen Vergewaltigungen an palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen.
Die Hamas veröffentlicht ihre erste offizielle Stellungnahme zur gestrigen UN-Entscheidung, sie auf die schwarze Liste der Organisationen zu setzen, die in Konfliktgebieten sexuelle Gewalt begangen haben:
- Wir lehnen die Entscheidung kategorisch ab und verurteilen sie aufs Schärfste.
- Der von der UN veröffentlichte Bericht hat keine Rechtsgültigkeit und ist ein Beweis für die Doppelmoral und Politisierung des internationalen Systems.
- Der Bericht basierte auf einem erfundenen israelischen politischen Narrativ.
- Sexuelle Gewalt durch israelische Besatzungstruppen wurde trotz Hunderter dokumentierter Zeugenaussagen in UN-Untersuchungsberichten nicht erwähnt.
Deshalb fordern wir den UN-Generalsekretär auf:
- Die Entscheidung zu überdenken und sie unverzüglich aus den offiziellen Aufzeichnungen zu löschen.
- Unverzüglich eine offizielle und unabhängige Untersuchung der Vorwürfe sexueller Gewalt durch den zionistischen Feind einzuleiten.
- Die Anführer des Feindes und seiner Armee wegen aller Vergewaltigungen und sexueller Gewalt gegen unser Volk und gegen Gefangene in Gefängnissen und in den „Nazi-Konzentrationslagern“ [in Israel] strafrechtlich zu verfolgen.
Libanon
Hisbollah-Generalsekretär: Wir werden unsere Waffen nicht abgeben, solange es Besatzung gibt.
Hisbollah-Generalsekretär Naim Qassem hielt heute Morgen per Videoanruf eine kämpferische Rede, die bei einer Zeremonie in Baalbek zum 40. Todestag von Imam Hussein übertragen wurde. Hier die wichtigsten Punkte:
„Wir werden unsere Waffen nicht abgeben, solange die Aggression andauert und die Besatzung andauert. Falls nötig, werden wir einen Feldzug ähnlich der Schlacht von Kerbela führen“ [in der Schlacht von Kerbela wurde Imam Hussein getötet – mit anderen Worten: Naim Qassem spricht von einem religiösen Selbstmordkrieg gegen alle Widrigkeiten, notfalls bis zum Tod].
„Wir stehen nun vor zwei Alternativen: Entweder wir stehen auf der Seite von Imam Hussein oder auf der Seite von Yazid ibn Muawiya“ [demjenigen, der Imam Hussein in der Schlacht von Kerbela getötet hat].
„Die libanesische Regierung hat am 5. August eine Fehlentscheidung getroffen [die Entscheidung, die Hisbollah zu entwaffnen] und trägt die Verantwortung für die innere Unruhe im Libanon und für dessen Zerstörung. Wir wollen keinen Bürgerkrieg, aber es könnte dazu kommen„.
[An die libanesische Regierung gerichtet:] „Wie konnten Sie zu dieser Entscheidung kommen? Sehen Sie nicht, wie der israelische Generalstabschef seinen Soldaten zur Besetzung des Südlibanons gratuliert und ihnen weitere Eroberungen verspricht? Haben Sie Netanjahus Aussagen zur Vision eines Großisraels nicht gehört?„
„Wir danken dem Iran für seine umfassende Unterstützung und dafür, dass er an unserer Seite sogar Märtyrer geopfert hat. Der Iran steht uns weiterhin zur Seite{.
Naim Qassem setzt im Kampf um die Entwaffnung der Hisbollah auf religiöse Radikalisierung und zieht eine Parallele zwischen der Schlacht von Kerbela und der aktuellen Konfrontation. Dies geschah weniger als einen Tag nach seinem Treffen mit Ali Laridschani, dem Generalsekretär des iranischen Nationalen Sicherheitsrats, der den Libanon besucht hat.
Die Hisbollah wird nicht so leicht aufgeben. Die libanesische Regierung steht vor einer echten Bewährungsprobe.

Der libanesische Justizminister reagiert auf die militante Rede von Naim Qassem und seine Drohung mit einem Bürgerkrieg im Falle eines Entwaffnungsversuchs der Hisbollah:
„Die Drohungen bestimmter Personen, den Libanon zu zerstören, um die Waffen zu schützen, die sie besitzen, machen ihrem Argument ein Ende, dass ihre Waffen zur Verteidigung des Libanon bestimmt seien.“

Nach der Rede von Naim Qassem, dem Generalsekretär der Hisbollah, heute Morgen, in der er erklärte, die Hisbollah werde ihre Waffen nicht abgeben und mit einem Bürgerkrieg drohte, startet die Hisbollah eine Social-Media-Kampagne mit entsprechenden Botschaften:
- Der Widerstand wird seine Waffen nicht abgeben.
- Wir werden nicht verraten.
- Wir werden die Waffen nicht abgeben.
- Es gibt keine Armee der Welt, die uns entwaffnen kann.
Es scheint, dass Ali Laridschanis Besuch im Libanon für die Hisbollah das Signal war, die Lage im Libanon zu eskalieren.

Der libanesische Premierminister Nawaf Salam reagiert auf die Drohungen des Generalsekretärs der Hisbollah heute Morgen:
„Die Aussagen von Naim Qassem enthalten eine verschleierte Drohung mit einem Bürgerkrieg. Niemand im Libanon will einen Bürgerkrieg, und solche Drohungen sind inakzeptabel„.
„Der Libanon hat unabhängig von den USA oder Israel über Waffen im Libanon entschieden.
Keiner Partei außer dem Staat ist es gestattet, im Libanon Waffen zu tragen. Niemand hat die Übergabe der Waffen der Hisbollah an Israel gefordert.
Die Waffen sollten der libanesischen Armee übergeben werden. Es ist Vorsicht geboten vor unverantwortlichen Handlungen, die einen Bürgerkrieg auslösen könnten.“

Der Parlamentsabgeordnete und pensionierte libanesische General Ashraf Rifi (ein Sunnit, der früher als libanesischer Justizminister diente):
„Wir bereiten ein Gerichtsverfahren gegen Naim Qassem, den Generalsekretär der Hisbollah, vor.
Dies nach dessen Rede von heute Morgen.
Iran
Der Iran droht, 45 regimekritische Journalisten und ihre Familien zu ermorden, wenn sie ihre Berichte über den Iran nicht einstellen.
Nahost

Die Drusen im südsyrischen Suwayda trollen die Sunniten in Syrien weiterhin mit einer israelischen Flagge neben der Großen Moschee von Suwayda.
Dieser Artikel enthält den Bericht einer drusischen Frau, die das sunnitische Massaker an Drusen in Syrien überlebt hat.
Israel habe sie gerettet, sagt sie. Hätte Israel nicht eingegriffen, wäre die drusische Bevölkerung in Syrien vernichtet worden.
Erstes Video: Viele israelische Flaggen neben drusischen Flaggen waren heute Morgen auf dem zentralen Platz von Suwayda im Süden Syriens zu sehen.
Zweites Video: „Maqam Ein al-Zaman“ im Gouvernement Suwayda im Süden Syriens.
In den letzten Wochen gab es in Suwayda eine wachsende Nachfrage nach israelischen Flaggen.
Israelischer Druck hat gewirkt: Das neue syrische Regime hat zugestimmt, einen humanitären Korridor von Quneitra, nahe der Grenze zwischen Israel und Syrien, in die drusische Provinz As-Suwayda zu erlauben.
International

Viel Lärm um eine inexistente „Hungerkatastrophe in Gaza“ – doch hierzu bleibt es still:
Infolge des Bürgerkriegs, der in den letzten Jahren im Sudan wütete, sind derzeit 12 Millionen Menschen im Land auf der Flucht und 25 Millionen Menschen ernsthaft vom Hungertod bedroht.
Laut Adel Abd al-Baqi, dem Leiter der zivilen Hilfsorganisationen im Sudan, ist die Krise in der Hauptstadt Khartum, in der Region Darfur sowie in den Gebieten des Weißen und Blauen Nils besonders schwerwiegend.
Das Ausmaß der Hungersnot ist beispiellos und bedroht eine Bevölkerung, die zehnmal so groß ist wie die des gesamten Gazastreifens. Niemand in Westeuropa wird am nächsten Wochenende dagegen protestieren. Sie werden gegen Israel protestieren, als Reaktion auf den Aufruf der Hamas, obwohl es in Gaza keine Hungersnot gibt.
Keine Juden, keine Nachrichten. Die Heuchelei des Westens in all ihrer Pracht!
Frankreich, England, Deutschland, die Niederlande, Dänemark, Belgien, Spanien, Italien, Jordanien und Ägypten: Werft dort Eure dringend benötigten Hilfsgüter ab! Die Koordination solcher Abwürfe mit der sudanesischen Luftwaffe wird wohl problemlos möglich sein.
Nachricht: Am Internationalen Gerichtshof in Den Haag wurden Haftbefehle gegen die Minister Ben-Gvir und Smotrich wegen Apartheidvorwürfen vorbereitet.
Angehörige von Geiseln haben den Chefankläger des ICC, Karim Khan, vor Gericht angezeigt, da er se4in Amt zur Unterstützung der Hamas missbraucht habe.
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