Heute und morgen ist noch Rosh HaShana. Ich wollte heute eigentlich nicht berichten, muss jedoch erkennen, die sich die Nachrichten derart überstürzen, dass ich das 3 Tage später (2. Tag Rosh HaShana, unmittelbar gefolgt von Shabbat) unmöglich nachholen kann. Hier also der Bericht von Gestern, später, bis heute.
Inhalt
Israel
Israelische Panzer stehen bereit für dein Einmarsch in den Libanon.
Der Süden ist längst von Zivilisten evakuiert und wer jetzt noch dort ist, gehört zu den Einheiten der Hizbollah, die sich in den dortigen Dörfern und Wäldern verschanzt haben (Städte hat’s dort keine).
Die israelischen Geheimdienste sind überzeugt, dass diese Truppen kurz vor einem Einmarsch nach Israel standen. Dazu hätten sie auch ihr Tunnelsystem benutzt, das von Israel nie völlig zerstört worden ist.
Einmal im Land und in ziviler Umgebung, wäre es sehr schwierig geworden, sie zu lokalisieren und zu bekämpfen.
Gestern (2. Oktober) wurden bis 20:30 rund 260 Raketen aus Libanon auf Israel geschossen.
In der Negev werden die Überreste iranischer Raketen mit Freude eingesammelt.
Der Sprecher im Video sagt: „Ein Kilo rotes Kupfer ist 25 NIS wert. Die Rakete wiegt 200 Kilo, was bedeutet, dass für uns 5’000 NIS vom Himmel gefallen sind.“
(5’000 NIS sind etwa 1’200 EUR oder 1’300 USD)
Dieses Video zeigt die iranische Angriffswelle vom Tempelberg in Jerusalem aus.

Wie die Analyse dieses Satellitenfotos zeigt, ist der Militär-Stützpunkt Navatim (Flughafen in der Negev) doch von einer iranischen Rakete getroffen worden: Es scheint, dass einer der Hangars am Stützpunkt einen Treffer erlitten hat.
Gaza

Die Hamas ruft zu einer breiten Beteiligung an den Aufmärschen im Rahmen des ersten Jahrestages der „Al-Aqsa-Flut“ (das ist ihr Angriff vom 7. Oktober) auf.
Das soll am Freitag, den 4.10. (also morgen, 3 Tage vor dem 7.10) stattfinden.
In der Ankündigung heisst es, dass die Beteiligung an diesen Märschen eine landesweite Pflicht sei.

Durch dieses Foto ist er bekannt geworden: Abdel-Aziz Salaha, einer der Teilnehmer des Lynchmordes in Ramallah vor 24 Jahren.
Er ist letzte Nacht in Gaza getötet worden.
Fauzia, ein jesidisches Mädchen, das im Alter von 11 Jahren vom ISIS aus dem Irak nach Gaza entführt worden ist, wurde von israelischen Streitkräften gerettet und zu ihrer Familie zurückgebracht!
Sie wurde seit 2014 von einem palästinensischen Mitglied der Hamas-ISIS gefangen gehalten. Im Gazastreifen wurde sie gezwungen, ihn zu heiraten. Nachdem sie von IDF-Truppen aus Gaza gerettet worden war, wurde sie in eine amerikanische Einrichtung gebracht, kehrte dann zu ihrer Familie im Irak zurück und vereinte sich wieder mit ihnen.
Libanon
Wie ich gestern bereits berichtet habe, ist die IDF in den Süden des Libanon einmarschiert.
Leider gibt es dazu auch eine schlechte Nachricht: Gestern Abend wurden 8 unserer Soldaten in einem Gefecht mit der Hizbollah getötet.
Der Libanon ist unter schwerem Beschuss.
Dies gilt vor Allem für den evakuierten Süden, das Bekaa-Tal und die Quartiere der Hizbollah in Beirut südlich des Seehafens.
Es wird berichtet, dass im Libanon in der gesamten Bekaa-Region (das ist im Nordwesten des Libanons, an der Grenze zu Syrien. Die Hizbollah hat dort riesige Tunnelsysteme mit Waffen) ein heftiger Beschuss begonnen hat.
Es gibt auch Berichte über gross angelegten Artilleriebeschuss auf Khiyam und Bint Jubail sowie über Luftangriffe.
Was Beirut betrifft, deuten Berichte darauf hin, dass der Angriff vom Meer aus erfolgte. Dies ist der dritte Angriff der Marine auf Beirut.
Im Zentrum von Beirut wurde ein Gebäude präzise getroffen, woraufhin im dritten Stock ein Feuer ausbrach. Der Angriff ereignete sich in der Gegend von Bashur.
Nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums wurden mindestens 2 Menschen getötet und 11 verletzt.
Nach Angaben des Hizbollah-Fernsehsenders Al-Manar traf der Angriff ein Wohngebiet in der Nähe des UN-Hauptquartiers, des Büros des Premierministers und des Parlaments.
Kommentar – Die Heftigkeit des Feuers deutet darauf hin, dass dort etwas anderes gelagert war als Wohnmöbel…
In Beirut sind 2 Männer gefasst worden, die „dem Feind“ (also Israel) geholfen haben sollen.

Die Hizbollah hat damit aufgehört, ihre Verluste zu veröffentlichen.
Jetzt werden solche Meldungen von der Opposition publiziert, während die Hizbollah sich darauf konzentriert, ihre Verluste im Kampf gegen die IDF an der Grenze zu verbergen und stattdessen psychologische Kriegsführung und Propaganda zu verbreiten.
Hier ein Beispiel für die Propaganda-Videos der Hizbollah: Sie behauptet, es zeige, wie sie eine Truppe der IDF mit einer Panzerabwehrgranate erfolgreich ausgeschaltet habe.
In Wahrheit ist es ein Video aus 2017, das zeigt, wie syrische Rebellen eine Truppe von Hizbollah- und Assad-Loyalisten in Nordsyrien vernichten.
In einem anderen Video zeigen sie einen russischen Panzer, der von der ukrainischen Armee beschossen worden ist.
Libanesische Quellen:
Das angegriffene Gebäude im Maush-Gebiet Beirut beherbergte das Informationsbüro der Hizbollah.
Heute wurden etwa 60 Terroristen eliminiert und etwa 200 militärische Ziele, darunter das Gemeindegebäude von Bint Jabal, das als Unterschlupf für Hizbollah-Terroristen und Waffen diente, aus der Luft angegriffen.

Karte der 24 Dörfer, für die die IDF am Morgen eine Evakuierungsmitteilung herausgegeben hat:
- Im Südlibanon, auch nördlich vom Litani-Fluss (!) einschliesslich der Bezirksstadt Nabatia
- auf der Karte ist auch der Havali-Fluss (der Fluss nördlich von Sidon) markiert, über den die IDF alle Bewohner nördlich von Sidon zur Evakuierung aufgefordert hat
- in Braun: die erste Evakuierungsmitteilung
- In Lila: die zweite
- in Grün: Orte, für die die IDF noch keine Evakuierungsmitteilung herausgegeben hat.

Aus libanesischen Kanälen:
Schwere Vorwürfe gegen den Iran, der angeblich im kritischsten Moment die Hizbollah, seinen lokalen Stellvertreter im Libanon, im Stich gelassen hat.
Ein Bericht des libanesischen Senders Al-Jadid: Der iranische Aussenminister Abbas Arakji wird morgen in Beirut eintreffen.
Nachrichtenagentur AFP: Israel hat ein Waffendepot der Hizbollah in der Nähe des internationalen Flughafens von Beirut angegriffen.
Nahost
Ein jordanischer Fotograf, der den Himmel fotografieren wollte, hat zufällig dieses Video des iranischen Raketenangriffs auf Israel eingefangen.

Erste Berichte über eine Explosion in Damaskus: Das westliche Viertel „Alfilat“ („Villen“) wurde angegriffen. Ein Gebiet voller Botschaften und Ausländer.
Der Angriff ereignete sich während eines Treffens hochrangiger iranischer Beamter des Korps der Islamischen Revolutionsgarden, darunter ein General (s. Foto).
Syrisches Verteidigungsministerium: „Um 17:25 Uhr startete der israelische Feind einen Luftangriff aus der Golanregion gegen ein Zivilgebäude im Almaz-Gebiet von Damaskus. Dabei wurden 3 Personen getötet und 3 weitere verletzt.„

Arabische Berichte: Bei dem Angriff in Damaskus tötete Israel Hassan Jafar Katzir, den Schwiegersohn von Hassan Nasrallah, und den Bruder von Mohammed Jafar Katzir, dem Kommandeur der Einheit 4400 der Hizbollah, die für den Schmuggel von Militärpersonal aus dem Iran verantwortlich ist.
Berichten aus Syrien zufolge gab Assads Armee heute bekannt, dass die Radarstationen in Sawidaa‘ und Daraa nach dem gestrigen Angriff der israelischen Luftwaffe stillgelegt worden seien.
In der Nacht auf heute hat die IDF ein Munitionslager bei der syrischen Küstenstadt Jebla gesprengt.
Die syrische Einwanderungsbehörde: „Seit dem 23. September sind 72’000 Libanesen und 197’000 Syrer aus Libanon nach Syrien geflüchtet“.
Quellen sprechen von 4 amerikanischen Angriffen in der Provinz Hodeidah, Jemen. (Das ist das Hafengebiet, das zuvor auch von Israel beschossen worden ist).
Die Houthis veröffentlichen die Dokumentation eines explosiven Bootes, das den britischen Öltanker „CORDELIA MOND“ getroffen hat.
(Um 13.10 Uhr im Roten Meer.)
Iran
Laut iranischen Meldungen demonstrierten in Teheran „Hunderte für ihre Unterstützung“ für die Ayatollahs.
Kommentar – Hunderte – in einer Millionenstadt!
Mit der Opposition verbundene iranische Quellen veröffentlichen die Dokumentation einer iranischen Rakete, die vom Distrikt Fars in Richtung Israel abgefeuert wurde, doch nur 5 km vom Abschussort entfernt eingeschlagen hat.
Vor Jahren habe der Iran eine Spezialabteilung innerhalb der Geheimdienste gebildet, die sich ausschliesslich um den Mossad kümmern sollte, doch das Projekt hatte einen kleinen Schönheitsfehler: Der Chef dieser Spezialabteilung war selbst ein Agent des Mossad. So sagt es der frühere iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad.
Reuters aus drei iranischen Quellen: Khamenei erkennt die Geheimdienstdurchdringung der obersten Führung des iranischen Regimes an.
Gestern Abend wurde bekannt gegeben, dass Irans Oberster Führer Ali Khamenei angeordnet hat, die Hälfte der Khums an seine Verbündeten im Libanon [damit kann nur die Hizbollah gemeint sein] zu übergeben.
Erläuterung – Ein „Khum“ ist 1/5tel des Jahreseinkommens und ist im schiitischen Islam verwurzelt: Es soll an Waisen und Bedürftige gegeben werden. Sein Versprechen bedeutet also, dass der Iran, der sich selbst in einer akuten Wirtschaftskrise befindet, unter welchem die Bevölkerung schwer leidet, 1/10tel seines Jahreseinkommens an die Hizbollah überweisen will.

Der iranische Präsident traf sich mit Sinwars Stellvertreter Khalil al-Hiya in Katar.
International
- Deutschland ruft seine Bürger auf, den Iran schnellstmöglich zu verlassen.
- Auch Russland gibt eine Reisewarnung für den Iran heraus.
- Die Französische Botschaft in Teheran: Französische Staatsbürger müssen das Land verlassen, sobald der Flugverkehr wieder aufgenommen wird.
- Die Europäische Union rät den Fluggesellschaften, sich mindestens bis zum 31. Oktober vom iranischen Luftraum fernzuhalten.
US-Präsident Joe Biden: „Der Iran hat seine Grenzen überschritten und es werden Sanktionen gegen ihn verhängt. Ich werde keinen Angriff auf die Nuklearanlagen Irans unterstützen. Ich werde bald mit dem israelischen Premierminister sprechen und gemeinsam werden wir die Art der Reaktion besprechen, aber die Reaktion muss verhältnismässig sein.“
Kommentar – Was heisst „verhältnismässig“? Nicht mehr als 181 ballistische Raketen? Oder Raketen, von denen die Hälfte unterwegs abstürzt?
Das US-Aussenministerium: Die Hamas weigert sich, mit uns über Waffenstillstandsvorschläge zu kommunizieren.

Die G7-Staaten geben uns sehr hilfreiche Ratschläge, wie wir gegen den Iran vorgehen sollen:
Die Verbündeten hätten Israel aufgefordert, die Militäreinrichtungen der Islamischen Republik ins Visier zu nehmen, hiess es aus diversen Quellen.
Kommentar – Sie fordern Israel also auf, als wäre Israel ein Befehlsempfänger der G7! Warum tun sie’s nicht selbst, wenn sie darüber so genau Bescheid wissen? Soll Israel für sie die Kastanien aus dem Feuer holen? Soll Israel den G7-Staaten eine (grosszügig kalkulierte) Offerte unterbreiten?
In Dänemark wurden 3 Verdächtige des Angriffs auf die israelische Botschaft festgenommen.
Berichten zufolge warfen die Angreifer mehrere Granaten auf das Gebäude der diplomatischen Mission in Kopenhagen. Bei der Explosion wurde niemand verletzt. Wenige Stunden später waren Sicherheitskräfte den Tätern auf der Spur. Sie hatten versucht, die Stadt mit dem Zug zu verlassen.
Nach vorläufigen Angaben handelte es sich bei den Festgenommenen um schwedische Staatsbürger im Alter von 15 bis 20 Jahren. Ihre Identität und Motive sind geklärt.
Nach dem Vorfall begannen dänische Politiker über eine Verschärfung der Grenzkontrollen zu Schweden zu sprechen.
Gestern, am 2. Oktober, fand eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates statt, um die jüngsten Ereignisse im Nahen Osten zu besprechen. Der Antrag auf ein Notfallgespräch wurde vom ständigen Vertreter Israels, Danny Danon, gestellt, nachdem der Iran einen Raketenangriff auf Israel gestartet hatte.
Bei der Eröffnung des Treffens sagte UN-Generalsekretär Antonio Guterres, dass es notwendig sei, der neuen Runde der Gewalt ein Ende zu setzen, die auf dem Prinzip „Auge um Auge“ beruhe. Er warnte, dass die Zeit dafür knapp werde.
[In seinen Augen sind immer „beide Seiten Schuld“, wenn Israel angegriffen wird. Die Schuld Israels liegt in dessen Existenz und Überlebenswillen]
Der ständige Vertreter Israels bei den Vereinten Nationen, Danny Danon, sagte, dass die Zeit des leeren Geredes vorbei sei. Er bezeichnete den Aufruf an beide Seiten, „die Eskalation zu stoppen“, als absurd, da dadurch diejenigen, die Zerstörung anrichten, mit denen gleichgesetzt werden, die sich verteidigen. „Israel wird sich verteidigen. Und ich versichere Ihnen, die Konsequenzen für den Iran werden viel schwerwiegender sein, als sie sich vorstellen konnten.“, sagte Danon.
Der iranische Ständige Vertreter Amir Saeed Iravani sagte, dass der Raketenangriff auf Israel am 1. Oktober darauf abzielte, „Gleichgewicht und Abschreckung wiederherzustellen“. Er sagte auch, dass eine weitere Eskalation der Spannungen vermieden werden könnte, wenn Israel die Kämpfe in Gaza und im Libanon einstellen würde.
Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield, sagte, die Unterstützung ihres Landes für Israel sei defensiver Natur. „Lassen Sie mich klarstellen: Das iranische Regime wird für seine Taten zur Verantwortung gezogen. Und wir warnen den Iran und seine Stellvertreter vor jeglichen Schritten, die sich gegen die Vereinigten Staaten oder Israel richten.“, sagte sie.
Reuters berichtete, dass die USA und Israel neue Sanktionen gegen den Iran gefordert hätten.
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