Für einmal etwas Privates als Titelbild meiner News: Ein Foto meines Taschenmessers. Jeder Schweizer kennt dieses „Armeemesser“ (von Victorinox), doch dieses ist etwas speziell, mit den Logos der schweizerischen Armee (das Kreuz) und der IDF (Zahal – צהל). Vor Jahren gefunden in einem kleinen Geschäft in der Ben Jehuda in Jerusalem.
Doch das Kernthema heute ist natürlich nicht mein Taschenmesser, sondern die Entwicklung im Südwesten Syriens.
Inhalt
Israel
Dringende Treffen zwischen Netanjahu, Katz und Zamir inmitten der schweren Eskalation in Syrien. Israel sieht Drusen in echter Gefahr. Netanjahu und Katz befehlen einen Angriff auf die Streitkräfte des Regimes in Suwayda.
Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz haben einen sofortigen Angriff auf die syrischen Streitkräfte und Waffen angeordnet, die unter Verstoß gegen das Demilitarisierungsabkommen in die Region Suwayda im Drusengebirge eingedrungen sind.
Auf diesen Befehl hin startet Israel Luftangriffe in As-Suwayda.
Die offizielle israelische Stellungnahme lautet: „Israel setzt sich aufgrund der tiefen brüderlichen Verbundenheit mit den Drusen Israels und ihrer historischen Verbindungen zu den Drusen in Syrien dafür ein, Angriffe auf die Drusen in Syrien zu verhindern. Wir handeln, um Angriffe des syrischen Regimes zu verhindern und die Entmilitarisierung des Grenzgebiets sicherzustellen“, erklärten der Premierminister und der Verteidigungsminister in einer gemeinsamen Erklärung.
- Die IDF griff syrische Panzer an, die nach Zusammenstößen zwischen drusischen Milizen und Beduinenclans in die Region Suwayda verlegt worden waren.
- Syrische Armee entsandte die Panzerbrigade Nr. 42 in die Region Suwayda.
- Verteidigungsminister Israel Katz bezeichnete den Angriff als „klare Warnung an das syrische Regime“.
- Vorübergehender Waffenstillstand in der Region Suwayda nach IDF-Angriff gemeldet.
Die haredischen („ultraorthodoxen“) Parteien lassen in ihrem Druck auf die Regierung wegen des Einmusterungsgesetzes nicht locker und drohen erneut, die Regierung zu stürzen.
Viele Freunde machen sie sich damit in Israel nicht und ihr Schuss könnte nach hinten losgehen, denn zunehmend mehr Israelis fordern, dass sich die Haredim am Schutz Israels und seiner Bevölkerung beteiligen müssen, wenn sie von diesem Staat profitieren wollen (und das tun sie!).
Seltsamerweise habe ich bislang noch nie konkret zu lesen gekriegt, um welche Formulierungen bei diesem Gesetz gestritten wird.
Ein Bericht ums Andere über die Untersuchungen zum gazanischen Angriff auf Israel vom 7. Oktober ist fertiggestellt und wird publiziert. Hier ist ein weiterer davon.
Gaza
Ein bissiger Kommentar von Max Lurie:
Die hungernden Bewohner Gazas, die laut UNO aufgrund von Unterernährung praktisch schon im Grab liegen, werfen Fischkonserven und gekochte Bohnen aus Lebensmittelpaketen weg, weil sie es nicht mögen. Im Gegenzug verlangen sie mehr Mehl, Kartoffeln, Schokolade und Hummus. Denn ohne all das ist Hungern uninteressant.
Und der Wunsch der „Sterbenden“ wurde erfüllt: Die Ladenhüter wurden durch Schokolade und Kekse ersetzt. Schon allein der Gesundheit zuliebe.
„Wir untersuchen die Bedürfnisse der Bewohner Gazas und gehen so weit wie möglich darauf ein“, sagten sie an den Verteilungsstellen. Und sie bestätigten, dass jedem, der sie möchte, Rationen gegeben werden. Ohne Kontrolle – sei es ein Terrorist, der sich mit einem Schokoriegel stärken will, bevor er eine weitere Bombe unter den Ketten eines israelischen Schützenpanzers platziert, oder ein müder, friedlicher Tunnelgräber.
Vielleicht stellt jemand eine dumme Frage: Warum bringt man den israelischen Geiseln, die tatsächlich verhungern, keine Konserven oder Bohnen, obwohl dies in den UN-Berichten und ihrem Informationsdienst nicht erwähnt wird?
Oder wird jemand entsetzt sein, wie es möglich ist, auf die Wünsche derer einzugehen, mit denen wir gerade jetzt, in diesem Moment und genau hier kämpfen?
Erdoğan verglich Gaza kürzlich mit Auschwitz. Die Universität von Santiago de Compostela in Galicien hielt eine ganze Konferenz ab, die bewies, dass selbst die Gefangenen von Auschwitz im Vergleich zu den Schrecken von Gaza bequem und glücklich lebten. UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese bezeichnet Gaza sogar als „Todesfabrik“, in der die Bevölkerung durch Hunger ausgerottet wird.
Woher kommt dieser ganze Unsinn? Woher kommt diese maßlose Ignoranz? Okay, wenn Sie den Juden nicht glauben, fragen Sie diejenigen, die wissen, was Hunger ist. Fragen Sie diejenigen, die noch immer Brotkrümel in ihre Hände kehren und sich vor jedem Stück Brot verneigen, das auf dem Boden liegt. Fragen Sie diejenigen, die auf dem Piskarewskoje-Friedhof liegen. In den anonymen Gräbern der Wolgaregion. In den Gräben des Holodomor.
Fragen Sie sie, und nicht Greta mit einem Brötchen. Und nicht diejenigen, die Bohnen wegwerfen, weil sie ihnen ein bequemes Verhungern ersparen.
Libanon
IDF-Sprecher: Kampfjets der israelischen Luftwaffe begannen unter der Leitung des Geheimdienstes und des Nordkommandos zahlreiche Angriffe auf Terrorziele der Hisbollah (der „Radwan-Truppe“) in der libanesischen Bekaa (im Nordosten des Libanon).
Die angegriffenen Militärgelände wurden von der Hisbollah für die Ausbildung und Übung von Terroristen genutzt, um Terroranschläge gegen IDF-Truppen und den Staat Israel zu planen und durchzuführen. Im Rahmen ihrer Übungen und des Trainings an diesen Militärstandorten führten sie Ausbildungen im Schusswaffengebrauch und im Einsatz verschiedener anderer Waffen durch.
Die „Radwan-Truppe“ der Hisbollah ist die Einheit, die den Plan „Eroberung Galiläas“ jahrelang geplant und vorangetrieben hat.
Die Kommandeure der Einheit wurden im September 2024 in Beirut und im Südlibanon während der Operation „Nördliche Pfeile“ eliminiert. Seitdem arbeitet die Einheit daran, ihre Fähigkeiten wiederherzustellen.
Die Einheit bildete die größte Bodenbedrohung der Hisbollah. IDF-Truppen operierten in den letzten zwei Jahren gegen diese Einheit und verhinderten so ihre Neugründung und den erneuten Aufbau ihrer Stärke.
Die Waffenlagerung und die Aktivitäten der Hisbollah an diesen Standorten stellen einen eklatanten Verstoß gegen die Vereinbarungen zwischen Israel und dem Libanon dar.
Iran
Explosion und Brand nach Mitternacht in einem Gebäude in einem Wohnviertel in der Shahriar-Straße in Maschhad im Nordosten (!) des Iran.
Quellen der iranischen Opposition behaupten, eine Drohne habe die Wohnung getroffen.
Eine Bestätigung dieser Behauptung durch das iranische Regime liegt nicht vor.
Und mehr aus dem Iran: Iranische Oppositionsquellen berichteten über Nacht, dass iranische Luftabwehrsysteme in der Stadt Karadsch westlich von Teheran und in der Region Täbris im Nordwesten des Iran aktiviert wurden.
Es wird immer schwieriger für das Regime, stets von Gaslecks zu sprechen…

Der iranische Verteidigungsminister:
„Wir trauen dem Waffenstillstand nicht. Israel plant etwas. Es ist an der Zeit, sich auf die nächste Runde vorzubereiten.“
Nahost

Das syrische Regime bereitet trotz israelischer Warnungen den Einmarsch in die Innenstadt von Suwayda vor.
Der Chef der inneren Sicherheit des Distrikts Suwayda (im Namen des syrischen Regimes) hat im Vorfeld des geplanten unmittelbar bevorstehenden Einmarsches der Regimetruppen zur Wiederherstellung der Ordnung in der Stadt eine Ausgangssperre in ganz Suwayda verhängt.
Die Drusen in Suwayda widersetzen sich dem Einmarsch der Regimetruppen, die sie entwaffnen wollen (was aufgrund der häufigen Überfälle räuberischer Beduinen absolut verständlich ist)
In der Nacht hat das Regime zusätzliche Truppen um Suwayda zusammengezogen, und es gibt nun Berichte über eine „Artillerieschwächung“ und Aktivitäten von Drohnen des Regimes.
Die „Karten mit den grünen Gebieten“, die man aus der Zeit der Eroberung Syriens von Assads Regime im Dezember 2024 kennt, sind zurückgekehrt – dieses Mal sind die Drusen die Feinde des Regimes, und Suwayda ist das Gebiet, das sie nun „befreien“ wollen.
Das Regime wirkt entschlossen, und die Drusen sind zahlenmäßig unterlegen.
Das syrische Verteidigungsministerium gab offiziell bekannt, dass seine Streitkräfte mit dem Einmarsch in die drusische Stadt Suwayda begonnen hätten.
Panzer der Panzerbrigade der 42. Division des syrischen Regimes sind in Suwayda einmarschiert.
Die Soldaten von Abu Muhammad al-Julani feiern auf den Straßen.
Es wird von wahllosem Feuer durch Abu Muhammad al-Julanis Männer in den Straßen von Suwayda sowie auf die Häuser von Zivilisten berichtet. Gleich wie im Fall der Alawiten im Westen Syriens zwingen die Terroristen einen Drusen, wie ein Hund zu bellen. Sie rasieren ihnen auch die traditionellen Schnurrbärte ab.
Hikmat al-Hijri, der geistige Führer der drusischen Gemeinschaft in Syrien, verkündet, dass die Drusen in Suwayda einer umfassenden Vernichtungskampagne (durch al-Julanis Männer) ausgesetzt seien, und ruft alle Menschen, ob jung oder alt, dazu auf, dem Angriff (in Suwayda) mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Widerstand zu leisten.
Kommandeur der Militärpolizei im syrischen Verteidigungsministerium:
„Wir geben den Beginn der Stationierung der Militärpolizei und der Streitkräfte der Direktion für Innere Sicherheit in der Stadt As-Suwayda bekannt. Personen und Personengruppen, die nicht dem Verteidigungsministerium oder den Streitkräften der Inneren Sicherheit angehören, ist der Zutritt zur Stadt strengstens untersagt.
Jeder Verstoß wird bestraft„.
Die syrischen Sicherheitskräfte haben begonnen, schwere Waffen und gepanzerte Fahrzeuge aus der Provinz As-Suwayda abzuziehen. Polizeikräfte des Ministeriums für öffentliche Sicherheit (Innere Sicherheit) sind in As-Suwayda stationiert.
Die Verantwortung für As-Suwayda wird vom syrischen Verteidigungsministerium auf die syrische Polizei/die Inneren Sicherheitskräfte übertragen.
Syrische Quellen berichteten vor Kurzem von einem israelischen Angriff auf Al-Julanis Männer im Westen Suwaydas.
Kurz darauf berichtet Katars arabisches Fernsehen von drei Toten bei IDF-Angriffen auf syrische interne Sicherheitskräfte.

Der syrische Verteidigungsminister verkündete kürzlich einen vollständigen Waffenstillstand in Suwayda, nachdem ihm zufolge eine Einigung mit den drusischen Scheichs erzielt worden sei.
Ihm zufolge werden die syrischen Streitkräfte ihr Feuer einstellen und nur dann das Feuer erwidern, wenn das Feuer auf sie eröffnet wird.
Anhand der vielen anderen Berichte darf daran gezweifelt werden, dass sich seine Truppen vor Ort daran halten werden…
Ganz so freiwillig ist der Abzug der syrischen Armee wohl nicht:
Nach den israelischen Angriffen fliehen die Männer von Abu Muhammad al-Julani aus Suwayda.
Israelische Drohnen haben auch die Polizeikräfte des syrischen Regimes angegriffen – es gibt Tote und Verletzte.
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